Dafmultis - Zur Förderung des DaF-Unterrichts im Senegal

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Sunu-Zentrum

- interkulturelles Medien-Zentrum für Bildung und Völkerverständigung

mercredi 14 avril 2010


Die NRO wurde 1998 von Deutschlehrer/innen, Künstler/innen und Sozialarbeiter/innen in Saint Louis gegründet mit dem Ziel der Förderung Heranwachsender durch internationale Kooperationen incl. Jugendbegegnungen. Gegenstand der nur ehrenamtlich getragenen Organisation ist die partnerschaftliche Entwicklung und Umsetzung von interkulturellen Vorhaben von und mit senegalesischen Jugendliche mit Gleichaltrigen im deutschsprachigen Europa. Es geht dabei um die Stärkung von Fremdspachenkompetenzen, von Globilsierungskompetenzen und zivilgesellschaftlichen Grundhaltungen wie Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit und Engagement für das Gemeinwohl. Regelmäßige Aktivitäten sind Medien gestütze bi- und multilaterale Kulturprojekte wie z. B. die Erstellung von Videofilmen / Videobriefen in Kooperation mit Schulen in Deutschland und Österreich, internationaler Jugendaustausch (u.a. im Rahmen der Aktion 3.2. Jugend in Aktion in 2008 und 2009), die Fortbildung von erwachsenen Akteuren der Jugendarbeit/-bildung auf der Basis der in den Austauschbegegnungen von Jugendlichen gemachten Erfahrungen (Inhalte, Methoden etc. der Jugendarbeit) sowie die landesweite Information über die Möglichkeiten und konkreten Inhalte von Nord-Süd-Jugendbegegnungen und –projekten. Gearbeitet wird in der Regel immer in temporären Arbeitsgruppen bezogen auf ein konkretes Jugendbegegnungsprojekt. In ihnen wirken die Heranwachsenden selbstbestimmt und werden von den Erwachsenen des Vereins durch Beratung und unterstützende Leistungen im Bereich Organisation/ Logistik unterstützt. Eine große Rolle spielen hierbei peer-to-peer-Prozesse mit denen Jugendliche das in ihren Projekt Erfahrene und Erlebte im Rahmen von Workshops, Medienbeiträge etc. an Gleichaltige weitergeben. Jugendliche sind in die Planung der Vereinsaktivitäten einbezogen. Der Verein hat organisatorische Kompetenzen im Nord-Süd-Jugendaustausch und bei der inhaltichen und methodischen Konzipierung und Durchführung entsprechender Projekte. Das Fehlen eines hauptamtliche Apparates (Mitarbeiter/innen) wird dadurch kompensiert, dass die Vereinsamitglieder in der Regel die Potentiale ihrer beruflichen Herkunftseinrichtungen wie z. B. Bildungseinrichtungen für die Vereinsarbeit nutzen können. Der Verein hat dadurch eine organisatorische Stabilität, in der die im Laufe der Jahre erworbenen Kompetenzen der Jugendarbeit/-bildung nachhaltig verankert sind. Zudem werden bei größeren Vorhaben Teilzeitkräfte aus dem Vereinsumfeld eingesetzt, die eine Aufwandentschädigung erhalten. Die Thematik der Maßnahme berührt Erfahungsbereiche des Vereins, in denen er seit mehreren Jahren aktiv ist. Der Verein hat zudem eigene Nord-Süd-Tagungen im Senegal durchgeführt. Die Entscheidung für die Teilnahme am Projekt der LKJ S-A in 2011 leitet sich aus dem anhaltenden Interesse der Jugendlichen des Vereins an solche unmittelbare längere Zeit laufenden Debatten ab und berührt aktuelle im Land diskutierte Entwicklungen wie bespielsweise die wachsende Präsenz Chinas im afrikanischen Raum. Verbunden damit sind Fragen nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Afrika-Engagement der EU und Chinas und deren Konsequenzen auch für gesellschaftliche Teilbereiche wie der Jugendarbeit/-bildung. Der Verein verbindet mit dem Projekt die Erwartung, beide Seiten besser kennen zu lernen und aus der Debatte Anregungen zu erhalten, wie die auf dem afrikanisch-europäischen Jugendgipfel in 2007 benannten Ziele und Aufgaben der globalisierten Jugendarbeit/-politik umgesetzt werden können.

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